Das Reisen führt uns zu uns zurück.  Albert Camus

Biografiearbeit

Auf den Spuren der Erinnerungen

Welche Schublade geht auf, wenn wir an die Jugend unserer Eltern und Großeltern denken? - Eine harte Jugend, Phrasen wie „Wir hatten doch nichts“ oder „Ihr wisst gar nicht, wie gut es euch heute geht“ kramen wir Jüngeren daraus hervor. ...

Zum Glück können wir diese Schublade getrost wieder zuschieben. Wie immer ist die Wirklichkeit nicht schwarzweiß. Sicherlich war die Zeit während und nach den Kriegen keineswegs einfach. Dennoch haben die meisten unserer Vorfahren nicht so leicht aufgegeben und bisweilen Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um sich trotz allem ihr Quentchen Glück zu holen. Wie die Jugend heute wollten sie Spaß haben, haben ihr Schicksal, wenn es nicht anders ging, mutig selbst in die Hand genommen und sich Dinge getraut, über die sie nun im Alter von mehr als 80 oder 90 Jahren selber staunen.

Aus dem Vorwort zu „Geschichten, die das Leben schrieb“, Band 5


Menschen, die heute im Altersheim von früh bis spät umsorgt werden, verspüren häufig den Wunsch, die wichtigsten Episoden ihres Lebens noch einmal zu erzählen oder aufzuschreiben. Ihre Geschichten in einem Buch, Jahresheft oder in einer Heimzeitung schwarz auf weiß festgehalten zu wissen, macht sie stolz. Schließlich ist es gar nicht so leicht, Ereignisse von vor einem halben oder dreiviertel Jahrhundert zu rekonstruieren. Aber nun stehen sie auf dem Papier und können nicht mehr verloren gehen.

Wie das Leben früher war, hat mich schon immer interessiert – deshalb liegt mir die Biografiearbeit mit Erzählerinnen und Erzählern sehr am Herzen.

Gerne komme ich auch zu Ihnen in Ihre Senioren-Einrichtung, um zu Bewohnern Kontakt aufzunehmen. Bereits fertige Texte können besprochen werden, oder ich höre Berichten zu, um danach eine Geschichte zu schreiben.

In jedem Fall bin ich für persönliche Vorstellungen und Wünsche offen – im Zwiegespräch oder beim Kaffeetrinken in gemütlicher Runde.